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Aktuelle Projekte zur Unterstützung von Geflüchteten

BLEIB in Hessen II

BLEIB in Hessen II

Das Netzwerk "BLEIB in Hessen II" unterstützt seit 2008 die arbeitsmarktrechtliche und soziale Integration von Flüchtlingen, Bleibeberechtigten und Geduldeten zwischen 16 und 65 Jahren. Wir unterstützen Sie in aufenthaltsrechtlichen Fragen. Unsere geschulten Berater und Beraterinnen bündeln fachliches Know-How und jahrelange Erfahrung im Flüchtlingssektor.

idEE

idEE

Das Projekt Integration durch Eingliederung in das Erwerbsleben (IdEE) in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Fulda und Werra-Meißner zielt auf die stufenweise und nachhaltige Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Am Projektverbund sind die jeweiligen Landkreise, der Flüchtlingsrat sowie einige lokale Arbeitsmarktakteure beteiligt.

Lagertour - Gegen Ausgrenzung und Massenunterbringung!

 

Der Hessische Flüchtlingsrat macht sich auf den Weg. Seit August 2016 besuchen wir Unterbringungen für Asylbewerber*innen in den verschiedenen Landkreisen Hessens.

Vor Ort wollen wir mit den Bewohner*innen und den ehrenamtlich Engagierten in Kontakt kommen. Vor dem Hintergrund der sich stetig ändernden Situation von Geflüchteten, möchten wir uns dabei einen Überblick verschaffen wie Asylbewerber*innen aktuell in Hessen leben (müssen) und darüber hinaus unsere Verbindungen zu Betroffenen und Unterstützer*innen stärken. Thematisch fokussieren wir uns vor allem auf Lagerzwang und Massenunterbringung sowie Schutzkonzepte und Unterbringungsstandards. Die Begegnungen und Eindrücke dokumentieren wir laufend auf unserer Projektseite http://lagertour-hessen.de/.

 

Das Projekt wird gefördert durch:

SCHULE FÜR ALLE – Das Recht auf Bildung kennt keine Ausnahme

Unterstützen Sie die Kampagne der Landesflüchtlingsräte, dem BumF e.V. und Jugendlichen ohne Grenzen – unterstützt von der GEW und Pro Asyl

Das neue Schuljahr hat begonnen, doch viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sind außen vor. Für sie herrscht Lageralltag statt Schulalltag – obwohl sie seit Monaten, zum Teil schon über einem Jahr in Deutschland leben. Bundesweit sind zehntausende junge Menschen betroffen.

Eine aktuelle Bestandsaufnahme der Landesflüchtlingsräte über den tatsächlichen Bildungszugang für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland belegt die strukturelle Ausgrenzung Zehntausender vom Lernort Schule. Lageberichte des Bundesfachverband umF, erstellt im Auftrag von UNICEF, zeigen, dass insbesondere Kinder in Erstaufnahmeeinrichtungen monatelang systematisch vom Regelschulbesuch ausgeschlossen werden. In vielen Bundesländern werden Personen aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ langfristig oder dauerhaft in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht. Sie erhalten, wenn überhaupt, einen Ersatzunterricht für wenige Stunden am Tag, eine Schule besuchen sie meist nicht.

Diese Praxis ist ein gleich mehrfacher Rechtsverstoß. Das Recht auf Bildung ist ein Grundrecht.
Es ist im Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention, in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und auch in Art. 14 der EU-Aufnahmerichtlinie (2013/33) festgeschrieben.

Daher fordern wir: Schule für alle ohne Ausnahmen!

  • Es müssen unverzüglich ausreichende Regelschulplätze für neu zugezogene schulpflichtige Kinder und Jugendliche zur Verfügung gestellt werden und dafür geeignete strukturelle und personelle Rahmenbedingungen geschaffen werden.
  • Die Umsetzung der Schulpflicht bzw. des Rechts auf diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung ab dem ersten Tag, spätestens zwei Wochen nach Ankunft. Voraussetzung hierfür ist ein zügiges Ankommen von Neueinreisenden in Kommunen und Bezirke.
  • Der Zugang zu Bildungsangeboten muss passend zum Lern- und Bildungsstand der Kinder und Jugendlichen sowie ihren sonstigen Voraussetzungen gewährleistet werden.
  • Junge Menschen bis 27 Jahre brauchen flächendeckend und systematisch die Möglichkeit schulische Bildung und Abschlüsse nachzuholen – etwa über die Erweiterung der (Berufs-)Schulpflicht.
  • Die Bildungsförderung (BAföG und BAB) muss für alle Jugendliche und junge erwachsene Geflüchtete geöffnet werden.

Unsere Pressemitteilung vom 6.10.2016 finden Sie hier.

Die Kampagne unterstützen können Sie unter: http://kampagne-schule-fuer-alle.de/