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Aktuelles

Auf dieser Seite halten wir Sie nach Möglichkeit über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Eine ergänzende, unkommentierte Übersicht ausgewählter Presseberichte aus Hessen finden Sie hier.

 

 

Rategeber: Unterstützung nach einem rassistischen Angriff - Ein Ratgeber für Geflüchtete in Einfacher Sprache

15.08.2017 - Was können Geflüchtete nach einem rassistischen Angriff tun? Gegenwärtig sind leider viele nach Deutschland geflüchtete Menschen von rassistischer Gewalt betroffen. Dieser Ratgeber gibt Betroffenen kurze und leicht verständliche Antworten, was sie nach solchen Angriffen tun können. Herausgegeben werden die Informationen vom Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG).
 
 

Mindeststandards bei der Flüchtlingsunterbringung einhalten!

02.08.2017 - Aktuell versuchen Flüchtlinge in Frankfurt-Rödelheim mit einem Hungerstreik, Zugang zu eigenen Kochgelegenheiten zu erhalten.

Diese Forderung ist Teil der "Mindeststandards für die Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften", die nach Ansicht des Hessischen Flüchtlingsrates und der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Hessen e. V. in ganz Hessen als verbindliche Standards gelten sollten. Auf Seite 6 heißt es dort u. a.: "Für jeweils fünf Bewohner ist ein Herd mit vier Kochstellen und einer Backröhre vorzuhalten."

 

 

Rückkehrberatung darf nicht einschüchtern

01.08.2017 - In Hessen wird der Druck auf Geflüchtete erhöht, einer so genannten freiwilligen Rückkehr in ihr Herkunftsland zuzustimmen. Dies beobachtet die Liga der Freien Wohlfahrtspflege mit großer Sorge und äußert in einer Presseerklärung Kritik:

"Alarmierend ist vor allem die Praxis zahlreicher Kommunen und Kreise bei der vorbereitenden Rückkehrberatung. Sie verschicken reihenweise Aufforderungen, zur Rückkehrberatung zu erscheinen, in denen der Eindruck erweckt wird, diese sei verpflichtend. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein Angebot, bei dem es den Betroffenen völlig freisteht, ob sie es nutzen oder ablehnen."

 

 

Frankfurt: Einladung zur Eröffnung der Ausstellungen "Zur Situation abgeschobener Rom*nja in Westbalkanstaaten" & "Inside Abschiebelager"

31.07.2017 - "Im Zuge diverser Asylrechtsverschärfungen in Deutschland in den letzten Jahren wurden [...verschiedene] Westbalkanstaaten zu »sicheren Herkunftsländern« erklärt. Damit werden die Diskriminierung und Ausgrenzung, die für Rom*nja in Südosteuropa immer noch alltäglich sind, ausgeblendet – Asylgesuche werden in der Regel in Schnellverfahren als »offensichtlich unbegründet« abgelehnt. Was eine Abschiebung für die Betroffenen bedeutet, bleibt für die hiesige Öffentlichkeit in der Regel unsichtbar. Die Initiative »alle bleiben!« und das Roma Antidiscrimination Network haben eine Ausstellung zusammengestellt, die [...] die Situation von aus Deutschland abgeschobenen Rom*nja in den vermeintlich sicheren Westbalkanstaaten dokumentiert.

Parallel dazu vermittelt die Ausstellung »Inside Abschiebelager« des Bayerischen Flüchtlingsrats einen Eindruck von der Situation in den »Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen«, die im Jahr 2015 in Bayern in Betrieb genommen wurden. In diesen de-facto-Abschiebelagern müssen vor allem Asylsuchende mit »schlechter Bleibeperspektive« (darunter viele Menschen aus den Westbalkanstaaten) bis zu ihrer Abschiebung oder »freiwilligen« Ausreise leben."

Die Eröffnung der beiden Ausstellungen findet am Mittwoch, 02. August, 19.00 Uhr im ehem. Polizei- und Abschiebegefängnis Klapperfeld (Klapperfeldstraße 5, Frankfurt/Main) statt; mit Referent*innen vom Roma Antidiscrimination Network (Göttingen), dem Bayerischer Flüchtlingsrat (München/Bamberg) und dem Förderverein Roma (Frankfurt). Ein Überblick über die Ausstellungen und die Begleitveranstaltungen ist hier zu finden.

Zuvor - um 18.00 Uhr - lädt der Förderverein Roma e.V. zu einer Kundgebung anlässlich des Jahrestages der "Liquidation" des "Zigeunerlagers" Auschwitz vor dem ehem. Stadtgesundheitsamt (Braubachstraße 18-22, Frankfurt/Main) ein.

 

 

Keine guten Nachrichten: Das „Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht“ tritt morgen in Kraft

28.07.2017 - Das scharf kritisierte „Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht“ (sog. „Haub ab“-Gesetz) wurde vom Bundespräsidenten unterzeichnet und heute im Bundesgesetzblatt veröffentlicht - damit tritt es morgen, 29.07.2017 in Kraft.

Das sind keine guten Nachrichten: Nun gelten z. B. verschärfte Regelungen im Umgang mit so genannten „Gefährdern“, ein bis zu 10-tägiger Ausreisegewahrsam, unangekündigte Überraschungsabschiebungen nach mehr als einjährig geduldetem Aufenthalt, Handy-Durchsuchungen im BAMF, eine verlängerte Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen, eine Prüfregelung bei so genannten missbräuchlichen Vaterschaftsanerkennungen, Meldepflichten für Behörden bei Reisen von Flüchtlingen ins Herkunftsland und verschärfte Residenzpflicht nach einem Vorwurf, nicht an der eigenen Abschiebung mitzuwirken.

 

 

 

Plenum des hfr - 19.08.17 - Hanau

17.07.2017 - Das nächste Plenum des Hessischen Flüchtlingsrates findet am Samstag, dem 19.08.2017 in den Räumen der Christuskirche (Akademiestr. 1) in Hanau statt. Inhaltlicher Schwerpunkt soll das Thema „Kirchenasyl & Bürgerasyl - zivilgesellschaftlicher Schutz vor Abschiebungen“ sein. Diskutiert werden soll, was dem immer stärker werdenden Abschiebungs- und Ausreisedruck von Seiten der Zivilgesellschaft entgegengestellt werden kann.

Schon seit einigen Jahren gibt es wieder vermehrt Kirchenasyle, v.a. in Bezug auf Dublin-Abschiebungen, mittlerweile aber auch immer öfter in Bezug auf das Herkunftsland, z.B. Afghanistan. Gleichzeitig steigt der Druck von Seiten der Politik auf die Kirchen, vereinzelt werden sogar Kirchenasyle gebrochen. Hier wollen wir mit Ines Welge, Ansprechpartnerin in der EKHN für Kirchenasyl, über neue Entwicklungen diskutieren.

Neben dem Kirchenasyl gibt in Hanau auch die neue Bewegung des „Bürgerasyls“ – viele Hanauerinnen und Hanauer haben öffentlich erklärt, dass sie bereit wären, von Abschiebung bedrohte Menschen bei sich zu Hause zu verstecken.

 

 

We´ll come united! - Sonderkonto für Spenden eingerichtet

13.07.2017 - Damit am 16.09.2017 möglichst viele Menschen aus Hessen zur „We´ll come united“-Parade nach Berlin fahren können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir möchten nicht nur möglichst viele Busse finanzieren können; vor allem möchten wir mit den Spenden auch all jene Menschen unterstützen, die sich ansonsten ein reguläres Ticket nicht leisten können. Bitte überlegt, welche Möglichkeiten ihr als Einzelperson oder Gruppe habt und werdet aktiv. We´ll come united! Die Bankverbindung des Sonderkontos lautet:

Förderverein Hessischer Flüchtlingsrat e. V.

IBAN: DE19 5305 0180 0000 0505 00

BIC: HELADEF1FDS

Sparkasse Fulda

 

 

Keine Abschiebehaftanstalt in Hessen!

10.07.2017 - Der Hessische Flüchtlingsrat spricht sich generell gegen Abschiebehaft aus und lehnt daher die (zur Zeit diskutierte) Schaffung einer eigenen Einrichtung in Hessen ab. Abschiebehaft trifft Menschen, die eigentlich keine Straftaten begangen haben. Notwendig sind Alternativen zur Abschiebehaft, z. B. Meldeauflagen. Haft ist schließlich das letzte Mittel, das der Rechtsstaat kennt und sollte daher nur bei Straftätern verhängt werden.

Als Standort für das derzeit angedachte Abschiebegefängnis sind gegenwärtig 3 Varianten im Gespräch: Friedberg (am wahrscheinlichsten), Limburg und Kassel I. Zudem wird wohl zusätzlich die Einrichtung eines "Ausreisegewahrsams" (nach dem neuen §62b AufenthG) am Flughafen geprüft, wo Betroffene dann bis zu 10 Tage inhaftiert werden dürften.

 

 

Die Lagertour zu Besuch in einer Garage (!)

06.07.2017 - Klein, dunkel, kalt - ein erschreckendes Bild bot sich in einer hessischen Gemeinde, in der zwei Familien in jeweils einer Garage (!) untergebracht sind.

Die sog. Unterkunft, bestehend aus einem Fachwerkhaus mitsamt der Garagen, wird vom Landkreis betrieben. Dieser mietet das Haus von einer Privatperson. Der vorherige Besitzerin betreut das Haus nun als Hausmeisterin und trägt nicht zur Lösung der zahlreichen Probleme bei.

Mehrere Appelle der Bewohner*innen an das Sozialamt, die Garagen als Wohnzellen zu schließen, blieben bisher vergeblich. Der Hessische Flüchtlingsrat unterstützt daher die Ehrenamtlichen und die Garagenbewohner*innen: Wir setzen uns für die sofortige Schließung und Außerbetriebnahme dieser menschenunwürdigen Unterkunft ein.

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Hinweis: Auf Wunsch der Betroffenen wurde dieser Artikel zunächst zurückgehalten. Namen und Örtlichkeiten, sowie weitere Angaben im Text wurden verändert, da die Betroffenen Repressionen durch die ehemalige Hausbesitzerin befürchten. Der Hessische Flüchtlingsrat respektiert den Wunsch der Betroffenen.

 

 

1043 Sammelabschiebungen aus Hessen 2016 und dem ersten Quartal 2017 - 1043 zu viel!

05.07.2017 - Insgesamt wurden im Jahr 2016 aus Hessen 1043 Personen in 47 Sammelabschiebungen abgeschoben, also in etwa eine Sammelabschiebung pro Woche und 1043 zu viel. Mit Ausnahme des ersten Afghanistan-Charters im Dezember gingen alle Sammelabschiebungen auf den Balkan, namentlich nach Serbien, Kosovo, Albanien und Mazedonien.

Interessant ist außerdem die Zahl der für die Sammelcharter gemeldeten Personen: 1455. Es wurden also 412 Personen mehr für die Abschiebungen angemeldet als dann tatsächlich abgeschoben wurden, wobei sicherlich teilweise diejenigen Personen, die bei einer Abschiebung nicht angetroffen wurden dann bei einer der folgenden Abschiebungen erneut auf die Liste gesetzt wurden.

Die Informationen beruhen auf der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion Hessen im Landtag bezüglich Sammelabschiebungen, an denen Hessen im Jahr 2016 und im ersten Quartal 2017 beteiligt war.

Als Ergänzung gibt es hier ein Bericht der Frankfurter Rundschau.

 

 

SPD fordert Altfallregelung nach 2 Jahren

04.07.2017 - Wir möchten auf folgende, interessante Passage zur Migrations- und Flüchtlingspolitik aus dem Wahlprogramm der SPD für die kommende Bundestagswahl aufmerksam machen (vgl. S. 58-60):

"Da die Sicherheitslage in Afghanistan kein sicheres Leben zulässt, werden wir bis auf weiteres keine Abschiebungen nach Afghanistan durchführen. Außerdem werden wir eine Altfallregelung schaffen, sodass Menschen, die seit mindestens zwei Jahren in Deutschland leben, hier nicht straffällig geworden sind und Arbeit haben oder zur Schule gehen, nicht abgeschoben werden." (S. 60)

Schön, dass es endlich eine Schlussstrichregelung in ein Wahlprogramm geschafft hat. Bleibt zu hoffen, dass sie nach der Wahl nicht allzu schnell in Vergessenheit gerät...

 

 

„Unser Hauptziel bleibt, die Ursachen von Kirchenasyl zu beseitigen.“

03.07.2017 - Rund 250 Aktive aus unterschiedlichen kirchlichen Zusammenhängen haben sich am Wochenende in Frankfurt zu einer bundesweiten Kirchenasylkonferenz getroffen. Da Kirchengemeinden wegen des Kirchenasyls zunehmend selbst unter Druck gesetzt werden, wird die Rückkehr zu einer Flüchtlingspolitik gefordert, "die rechtsstaatlichen Ansprüchen genügt und sich an Menschenrechten orientiert".

Die vollständige Erklärung der bundesweiten Kirchenasylkonferenz am 1.7.2017 gibt es z. B. auf der Webseite der Diakonie Hessen.

 

 

Die Lagertour im Schwalm-Eder-Kreis

30.06.2017 - Mehr als zwei Drittel der Asylsuchenden, die dem Schwalm-Eder-Kreis zugewiesen werden, werden glücklicherweise dezentral und verteilt auf das gesamte Kreisgebiet in Wohnungen untergebracht. Gleichzeitig erfahren wir von einer Unterkunft, die seit Jahren als besonders schlecht bekannt ist, aber immer noch betrieben wird. Alles weitere steht im ausführlichen Bericht, der hier zu finden ist.

 

 

Beteiligung Hessens an den Sammelabschiebungen nach Afghanistan

28.06.2017 - Hier die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag sowie das Plenarprotokoll aus dem Hessischen Landtag zur aktuellen Fragestunde (Seiten 7465-7466) zu den bislang aus Hessen nach Afghanistan abgeschobenen Personen. Die Landesregierung ist erkennbar bemüht nicht zu bestätigen, dass nur Straftäter abgeschoben werden sollen, sondern dass diese "priorisiert" werden.
Interessant ist außerdem die Auflistung der Aufenthaltszeiten der Personen: Die Hälfte der aus Hessen abgeschobenen Leute war seit 14 bis zu 30(!) Jahren in Deutschland, z.T. hatten die Personen vor der Abschiebung so gut wie ihr ganzes Leben (26 von 29 Jahren) hier verbracht...

 

 

Leitfaden zu Abschiebungen aus Schulen und Betrieben

27.06.2017 - Die GEW Bayern hat einen (bundesweit relevanten) Leitfaden erstellen lassen, wie sich Lehrkräfte rechtssicher gegen die von ihnen geforderte Mitwirkung bei Abschiebungen aus Schulen wehren können.

 

 

"Unser Ziel ist es zu zeigen, dass wir zusammen leben und das Leben genießen können."

27.06.2017 - An der Frankfurter Philipp-Holzmann-Schule sind derzeit 27 Schüler*innen von Abschiebungen bedroht. Daher veranstalten engagierte Lehrer*innen und Mitschüler*innen am Do, 29.06.2017 einen Aktionstag mit verschiedenen Workshops und einer Spendengala, "um den von Abschiebung bedrohten Menschen aus unserer Schulgemeinschaft die Möglichkeit zu geben, die nötige Rechtsberatung zu finanzieren."

 

 

Afghanistan ist nicht sicher! Bleiberecht jetzt

26.06.2017 - Der für Mittwoch (28.06.17) geplante Abschiebecharter nach Afghanistan wurde abgesagt. Offen ist derzeit, ob und wann im Juli eine Sammelabschiebung geplant ist. Erneut wurde die Sammelabschiebeflug aber nur „verschoben“- wir fordern daher ein uneingeschränktes Bleiberecht für afghanische Flüchtlinge und einen bedingungslosen Abschiebestopp!

 

 

Abschiebungen nach Afghanistan stoppen!

23.06.2017 - Wie bekannt ist, sind Abschiebungen in das Kriegs- und Krisengebiet Afghanistan - wie aktuell für den Mi, 28.06.2017 angekündigt - ein Skandal. Bereits am 31.05.2017 haben wir in einer Presseerklärung betont: "Der Aufwand und die Ressourcen, die in die Abschiebung und Rückkehrförderung gesteckt werden, wären in die Integration der Menschen besser und nachhaltiger investiert."

Dieser Artikel in der Frankfurter Rundschau​ verdeutlicht das anschaulich und zeigt die Konsequenzen für die Personen auf, die von Ablehnungsbescheiden betroffen sind.

 

 

Afghanistan ist nicht sicher! Bleiberecht jetzt!

22.06.2017 - Seit Monaten weisen wir, wie auch viele andere, auf die skandalösen Abschiebungen in das Kriegs- und Krisengebiet Afghanistan hin. Wurde die letzte Abschiebung aufgrund eines Anschlags abgesagt, ist für kommende Woche nun die nächste Abschiebung nach Afghanistan geplant. In ihrer heutigen Presseerklärung fasst PRO ASYL die aktuelle Situation zusammen: "Es ist unfassbar und unerträglich, dass entgegen aller Fakten der nächste Flieger starten soll."

 

 

Für faire Asylverfahren

21.06.2017 - Die sog. "Entscheider" des BAMF sind für Menschenleben verantwortlich. Sie sind es die bestimmen, ob Schutzsuchende ausreisen müssen oder in Deutschland bleiben dürfen. Dementsprechend unvoreingenommen sollten sie Entscheidungen treffen. Die Realität sieht leider ganz anders aus.

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, ist in Hessen mit Mark Olaf Enderes ein "jahrelang führendes Mitglied der Rechtsaußenpartei 'Die Republikaner'" als Entscheider tätig - und damit ein führendes Mitglied einer "Partei, in deren aktuellem Programm nach wie vor die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl gefordert" wird.

Das BAMF hält all das für unproblematisch und die Konsequenzen bekommen die schutzsuchenden Menschen zu spüren. Ein betroffener Schüler aus Wiesbaden kämpft nun dagegen an.

 

 

Weltflüchtlingstag 2017

20.06.2017 - Heute ist Weltflüchtlingstag - und wir haben eine ganz einfache Botschaft: Flüchtlingsrechte sind Menschenrechte. Punkt.

Ausführlicher hier bei PRO ASYL.

 

 

Gegen jede Abschiebung

20.06.2017 - „Wenn so etwas bei uns passiert, dann fühlt man sich verantwortlich. Dann muss man einfach zusammenhalten“ sagen Schüler*innen eines Wiesbadener Gymnasiums und kämpfen gegen die drohende Abschiebung ihrer Mitschüler*innen Fadi und Mariam al-Haj. Hier ein Bericht der Frankfurter Rundschau.

 

 

Fakten gegen Vorurteile

19.06.2017 - "Mit den Asylbewerbern kommt der Terror nach Deutschland!?" In Gesprächen über Flucht und Asyl fallen immer wieder solche Sätze - Aussagen, die oft auf Unwissen und rassistischen Vorurteilen basieren. In dieser Übersicht von PRO ASYL finden Sie die wichtigsten Zahlen und Fakten zur Asyldebatte - und Vorschläge, wie angemessen auf Vorurteile reagiert werden kann.

 

 

Jugendliche ohne Grenzen: Gesetzliche Desintegration und Ausgrenzung beenden - Zukunftsperspektiven schaffen

12.06.2017 - Parallel zur aktuell stattfindenden Innenministerkonferenz (IMK) in Dresden veranstaltet Jugendliche Ohne Grenzen eine Flüchtlings-Jugendkonferenz und ein Protestprogramm, bei dem unter anderem der Negativpreis "Abschiebeminister 2017" gewählt sowie der "Initiativenpreis für zivilgesellschaftliches Engagement" verliehen wird. In ihrer Pressemitteilung kritisieren Jugendliche Ohne Grenzen die gegenwärtige staatliche Politik deutlich und treffend:

"Während tausende Ehrenamtliche sich darum bemühen, Flüchtlingen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, die Sprache zu vermitteln und Schutzsuchende willkommen zu heißen, fährt die Regierungskoalition ein Desintegrationsprogramm: Arbeits- und Ausbildungsverbote für viele geduldete Flüchtlinge – längerer Aufenthalt in Erstaufnahmelagern ohne Schulbesuch für Kinder – dauerhafte Kasernierung von Asylsuchenden, die Fingerabdrücke in einem anderen EU-Land abgegeben haben sowie für die, die aus angeblich sicheren Herkunftsstaaten stammen. Sachleistungen statt Bargeld für Personen in Erstaufnahmeeinrichtungen – keine Ankündigung von Abschiebungen – Ausweitung der Residenzpflicht, also das Verbot den Landkreis oder das Bundesland zu verlassen. Das bittere Ergebnis: Zehntausende Menschen, darunter viele Kinder und Jugendliche, werden dauerhaft in Flüchtlingslagern isoliert, an Teilhabe und Integration gehindert und müssen Arbeits- und Ausbildungsstellen verlassen. Wir fordern von der Innenministerkonferenz, dass gesetzliche Desintegration und Ausgrenzung beendet und stattdessen Zukunftsperspektiven geschaffen werden."

Weitere Informationen zu Jugendliche ohne Grenzen und die Jugendkonferenz gibt es hier.

 

 

Lagertour - Gegen Ausgrenzung und Massenunterbringung

09.06.2017 - In Kassel wird versucht, ansprechenden Wohnraum für Geflüchtete zu schaffen und gleichzeitig dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum entgegen zu wirken. Auch eine Kombination von Unterbringung und Kultur unter einem Dach ist geplant. Mit diesen wünschenswerten Ansätzen unterscheiden sich die beiden, in Kassel besuchten Unterkünfte deutlich von denen in anderen hessischen Städten.

Hier der überraschend positive Bericht aus unserem Projekt "Lagertour".

 

 

Der hfr bei der Jahreskonferenz von DaMigra 2017: Migrantinnen*rechte sind unantastbar! Politische Teilhabe jetzt!

08.06.2017 - Unsere Vorsitzende Harpreet Cholia wird am morgigen Freitag, 09.06.2017 in Berlin bei der diesjährigen Jahreskonferenz des Dachverbands der Migrantinnenorganisationen in Deutschland (DaMigra e. V.) vertreten sein. Thema ihres Workshops ist: "Politische Teilhabe in der Gremien- und Lobbyarbeit - Chancen und Hindernisse". Hier der Ankündigungstext:

"Politische Partizipation lässt sich vor allem daran messen wie sehr und wie vielfältig Interessengruppen in politischen Entscheidungsprozessen vertreten sind und daher auch an relevanten politischen Entscheidungen mitwirken können. Seit Jahrzehnten ist die Repräsentation von Frauen* mit Flucht- und Migrationsgeschichte in politischen Entscheidungsgremien mehr als gering. Wir werden Erfahrungsberichte zu politischer Gremien- und Lobbyarbeit an der Schnittstelle Migration und Geschlecht miteinander teilen und uns kritisch darüber auseinandersetzen, wie diese Arbeit effektiv gestaltet werden kann. Wie gestaltet sich einselbstbestimmter Zugang zu politischen Entscheidungsprozessen? Wie sieht es aus mit der politischen Partizipation von Migrantinnen*, die oft keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen? Auch mit Staatsbürgerschaft: Wie verhindern wir, dass über unsere Köpfe hinweg entschieden wird?"

 

 

Gipfel für globale Solidarität in Hamburg

07.06.2017 - "Mehr als 65 Initiativen und Organisationen aus dem In- und Ausland laden anlässlich des kommenden G20-Gipfels in Hamburg zum zweitägigen internationalen „Gipfel für globale Solidarität“ [...] ein. Ziel des Alternativgipfels ist es, der G20 eine Politik globaler Solidarität entgegenzustellen und Strategien sowie mögliche Bündnisse zu ihrer Umsetzung zu diskutieren."

Mehr Informationen und das detaillierte Programm gibt es hier.

 

 

Frankfurt: 250 Menschen protestieren gegen Abschiebungen

01.06.2017 - Bis zu 250 Menschen, darunter viele Geflüchtete aus Afghanistan, haben gestern Abend im Flughafen Frankfurt gegen Abschiebungen demonstriert. Hier unsere Pressemitteilung anlässlich des, letztlich ausgesetzen, 6. Sammelcharter nach Afghanistan und hier ein Pressebericht der Frankfurter Rundschau zur Demonstration.

 

 

Pressemitteilung: Erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan von Frankfurt

30.05.2017 -  "Der Aufwand und die Ressourcen, die in die Abschiebung und Rückkehrförderung gesteckt werden, wären in die Integration der Menschen besser und nachhaltiger investiert."

Am morgigen Mittwoch, den 31.05. wird der mittlerweile sechste Sammelcharter nach Afghanistan durchgeführt werden. Abflugort ist diesmal der Flughafen Frankfurt am Main. Aus diesem Grund ruft der Hessische Flüchtlingsrat gemeinsam mit dem Afghan Refugees Movement zu einer Protestkundgebung unter dem Motto Afghanistan is not safe!  um 18:30 im Terminal 1 Abflughalle B auf. Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.