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Nachbetrachtung zum Fachtag: "Rassistische Gewalt gegen Geflüchtete - What´s your response?!"

"Wir sind viele und unsere persönliche und kollektive Zivilcourage ist gefragt. Wir müssen uns fragen, wie wir uns besser vernetzen können, sodass von Rassismus Betroffene nicht isoliert sind und wir an der weiteren Etablierung einer solidarischen Gesellschaft für- und miteinander arbeiten.”
(Harpreet Cholia, Erste Vorsitzende des Hessischen Flüchtlingsrates)

Vergangenen Freitag, 03.11.2017, führte der Hessische Flüchtlingsrat in Kooperation mit response. in der Bildungsstätte Anne Frank den Fachtag „Rassistische Gewalt gegen Geflüchtete - What´s your response?!“ in Frankfurt durch. Während response. von Rassimus betroffene Menschen begleitet und unterstützt, setzt sich der Hessische Flüchtlingsrat als Dachorganisation von Einzelpersonen und Initiativen für und mit Geflüchteten für die Rechte von Geflüchteten und die Verbesserung ihrer Lebenssituation ein. Das Ziel des Fachtages war es daher, mit Menschen, Gruppen und Organisationen, die mit Geflüchteten arbeiten, gemeinsam Empowerment und Handlungsmöglichkeiten für von Rassismus Betroffene und Helfer*innen zu diskutieren und zu entwickeln.

Der Fachtag brachte viele unterschiedliche Menschen, Gruppen und Organisationen zusammen, die mit Geflüchteten arbeiten, sodass das vorhandene Wissen geteilt und gemeinsam gestärkt werden konnte. Insbesondere konnte diskutiert werden, wie solidarische Bündnisse aussehen können und wie Empowerment gelebt und erfahren wird. Aus unserer Sicht war es möglich einen Fachtag durchzuführen, der den verschiedenen Herausforderungen der betroffenen Gruppen Rechnung trägt. Es konnte ein geschützter Raum für Menschen geschaffen werden, die von rassistischer Gewalt und Alltagsrassismus betroffen sind, und der gleichzeitig ein Raum war für Austausch hinsichtlich der Argumentation gegen rechte Aktionen sowie der Möglichkeit für solidarische Reaktionen im Anschluss an das Miterleben rassistischer Gewalt.

Dieser Fachtag demonstrierte, dass es mehr als machbar ist eine solidarische Gesellschaft aufzubauen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es unabdingbar ist Menschen zu ermutigen, dass und wann Zivilcourage geboten ist. Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit um eine Gesellschaft aufzubauen, in der wir streiten können und in der wir miteinander solidarisch handeln können.

gez. Harpreet Cholia

Stellenausschreibung: Projektmitarbeiter/in beim hfr

 

Der Förderverein Hessischer Flüchtlingsrat e.V. sucht zum 01.01.2018 in der Geschäftsstelle in Frankfurt a.M. eine/n Mitarbeiter/in für die Arbeit im Rahmen des Netzwerkes BLEIB in Hessen II. Das Netzwerk arbeitet innerhalb der ESF-Integrationsrichtlinie Bund mit dem Handlungsschwerpunkt Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen (IvAF) und soll v.a. die Arbeitsmarktintegration von Asylsuchenden und Flüchtlingen fördern.

Es handelt sich um eine bis zum 30.06.2019 befristete 100% Stelle.

Bewerbungen richten Sie bitte bis 08.12.2017 an projekt[at]fr-hessen.de

Aufgaben des hfr in diesem Netzwerk sind:

  • Schulungen von Mitarbeitenden von Jobcentern, regionalen Arbeitsagenturen und weiterer Arbeitsmarktakteure in Fragen des Aufenthaltsrechts im Zusammenwirken aufenthaltsrechtlicher, arbeitsrechtlicher und sozialrechtlicher Fragestellungen
  • Beratung in Einzelfällen
  • Unterstützung der Projektpartner in ausländer- und asylrechtlichen Fragen
  • Schulung ehrenamtlicher Flüchtlings-berater/innen im o. g. Themenfeld
  • Erarbeitung von Handreichungen und Materialien
  • Darüber hinaus Kontaktpflege mit landesweiten Akteuren der Flüchtlingsberatung und arbeitsmarktlichen Förderung von Flüchtlingen wie Ministerien, die Regionaldirektion der Agentur für Arbeit, Wohlfahrtsverbände etc.

 Wir erwarten:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium mit sozialwissenschaftlichem oder sozial-pädagogischen Schwerpunkt oder vergleichbare Qualifikation
  • Gute Kenntnisse im Asyl- und Ausländerrecht, Kenntnisse in der arbeitsmarktlichen Förderung von Flüchtlingen sind erwünscht
  • Erfahrung in der Flüchtlingsarbeit
  • Mobilität – der Arbeitsplatz befindet sich in Frankfurt a.M., Termine fallen hessenweit an
  • Sicheres Auftreten, geübt im Halten von Vorträgen
  • Teamfähigkeit – der hfr ist noch an einem weiteren IvAF-Projekt beteiligt, eine enge Zusammenarbeit ist unabdingbar

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Kontakt

Hessischer Flüchtlingsrat
Leipziger Str. 17
60487 Frankfurt
Telefon: 069 - 976 987 10
Telefax: 069 - 976 987 11
Projekte BLEIB und IdEE:
Telefon: 069 - 272 902 80
Telefonische Sprechzeiten:
Mo. - Fr.: 11.00 – 13.00 Uhr
sowie 15.00 – 17.00 Uhr
Email: hfr[at]fr-hessen.de
Facebook: facebook.com/fr.hessen
Mailingliste: 
Über die Mailingliste verschicken wir für die Flüchtlingsarbeit relevante
Informationen (ca. 10 Mails/Woche). Aufnahmeanfragen bitte per Mail an:
hfr[at]fr-hessen.de

 

 

Dublin-Abschiebungen nach Ungarn ausgesetzt

Derzeit finden keine Überstellungen im Rahmen des Dublin-Verfahrens nach Ungarn statt. Dies erklärt die Bundesregierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.  
Wörtlich heißt es dazu in der Antwort der Bundesregierung :
"Die Prüfungen der Bundesregierung haben ergeben, dass Überstellungen nach Ungarn nur noch eingeschränkt möglich sind. Übernahmeersuchen gemäß der Dublin III-Verordnung werden auch weiterhin an Ungarn gestellt. Überstellungen werden allerdings nur dann durchgeführt, wenn die ungarischen Behörden (Im Einzelfall)schriftlich zusichern, dass Dublin-Rückkehrer gemäß der Aufnahmerichtlinie 2013/33/EU untergebracht werden und ihre Asylverfahren nach Maßgabe der Asylverfahrensrichtlinie 2013/32/EU durchgeführt werden."

Seit dem 11. April wurden laut Bundesregierung jedoch überhaupt keine Überstellungen nach Ungarn durchgeführt.
Laut Antwort der Bundesregierung auf eine andere Kleine Anfrage gab es allerdings im ersten Halbjahr insgesamt 30 Überstellungen nach Ungarn, diese müssen somit alle vor dem 11. April stattgefunden haben.

 

 

Beratungstage für Flüchtlinge der Verbraucherzentrale

Ob Handyvertrag, Online-Angebot oder Stromanbieterwechsel – die typischen Verbraucherrechte und -pflichten in Deutschland zu durchschauen,  ist für Flüchtlinge oft sehr schwer. Die Verbraucherzentrale Hessen bietet daher zu besonderen Terminen von Ende Oktober bis Anfang Dezember 2017 kostenlose Gruppen- und Einzelberatungen sowie leicht verständliche Verbraucherinformationen zum Thema „Verträge sicher abschließen“ an. An den Beratungstagen sind Dolmetscher in Arabisch, Dari und Farsi vor Ort. Übersetzer aus weiteren Sprachen können bei Bedarf zugeschaltet werden. Eine Terminvereinbarung ist (außer für Gruppenberatungen) nicht erforderlich.

Die einzelnen Termine an den verschiedenen Standorten finden sich auf der
Homepage der Verbraucherzentrale Hessen

Presseerklärung des hfr zur Wohnsitzauflage

Der Hessische Flüchtlingsrat bedauert, dass auch in Hessen ab September eine verschärfte Form der Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge gelten wird. Per Erlass hat das Hessische Innenministerium gestern eine solche Wohnsitzauflage verhängt. Demnach können die Ausländerbehörden in Zukunft verfügen, dass Flüchtlinge auch nach einer Anerkennung in dem Landkreis wohnen bleiben müssen, es kann auch innerhalb des Kreises ein bestimmter Ort vorgegeben werden. Begründet wird die Wohnsitzauflage v.a. mit der Versorgung mit angemessenem Wohnraum.

„Solange die Flüchtlinge auch nach der Anerkennung in der jeweiligen Gemeinschaftsunterkunft wohnen bleiben müssen, was derzeit vielerorts der Fall ist, kann von einer ‚Versorgung mit angemessenem Wohnraum‘ kaum die Rede sein“ kritisierte Timmo Scherenberg, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates, die geplante Maßnahme.

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Link zum Erlass des Innenministeriums