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Für die Rechte von Flüchtlingen und die Verbesserung ihrer Lebenssituation. Seit 1991.

Einladung zum Fachtag: Rassistische Gewalt gegen Geflüchtete - What´s your response?!

Empowerment und Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Helfer*innen

Von einer neuen »Bürgerbewegung« sprach der Rat für Migration: Zirka sechs Millionen ehrenamtliche
Helfer*innen haben seit Sommer 2015 viele geflüchtete Menschen in Deutschland versorgt und unterstützt (Quelle: Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge).


Parallel zur »Willkommenskultur« wurden allerdings auch rechtspopulistische Stimmen lauter und die Zahl rassistischer Anschläge auf Unterkünfte und Geflüchtete stieg massiv an. Im Wissen um diese Gleichzeitigkeit müssen wir rechten und rassistischen Tendenzen etwas entgegen setzen. Welche Anliegen und politische Forderungen äußern Betroffene? Welche Unterstützung wünschen sie sich von Institutionen und ihrem Umfeld nach rassistischen Übergriffen? Welches Wissen benötigen Helfer*innen, um Geflüchteten bei rassistisch motivierter Gewalt beistehen zu können? Und wie können sie sich selbst gegen Angriffe schützen?


Wir laden Geflüchtete, Selbstorganisationen, zivilgesellschaftliche und politische Aktive, Fachkräfte, Sozialarbeiter*innen und andere Interessierte ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen und starke Bündnisse gegen rassistische Gewalt zu bilden.

Programm und weitere Informationen

Flyer

Die Veranstaltung auf Facebook

 

 

Mut mutiger Mund auf - Gib der Vielfalt Deine Stimme!

Vor wenigen Minuten wurde die Frankfurter Buchmesse eröffnet, wo Verlage der sogenannten Neuen Rechten vertreten sein werden, die prominenten Akteuren völkisch-nationalistischer und geschichtsrevisionistischer Haltungen ein Podium bieten. Der Hessiche Flüchtlingsrat unterstützt daher als einer von vielen Kooperationspartnern die Bildungsstätte Anne Frank, die sich unter dem Motto "Mut mutiger Mund auf - Gib der Vielfalt Deine Stimme!" deutlich gegen Rechts und für Vielfalt positioniert.
 
Die große Mehrheit steht für eine Gesellschaft, in der alle einen Platz haben – ganz unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Religion oder sexueller Orientierung.
 
Unsere Stimmen müssen jetzt lauter werden.
Mach' Deinen Mund auf für Vielfalt.
Zeig' Deine Zähne gegen Rechts.
Wie's geht: Mach ein Foto von Deinem Mund.
Poste Dein Statement gegen Rechts.
Stärke den Sound der Vielen!
 
 
 

Kontakt

Hessischer Flüchtlingsrat
Leipziger Str. 17
60487 Frankfurt
Telefon: 069 - 976 987 10
Telefax: 069 - 976 987 11
Projekte BLEIB und IdEE:
Telefon: 069 - 272 902 80
Telefonische Sprechzeiten:
Mo. - Fr.: 11.00 – 13.00 Uhr
sowie 15.00 – 17.00 Uhr
Email: hfr[at]fr-hessen.de
Facebook: facebook.com/fr.hessen
Mailingliste: 
Über die Mailingliste verschicken wir für die Flüchtlingsarbeit relevante
Informationen (ca. 10 Mails/Woche). Aufnahmeanfragen bitte per Mail an:
hfr[at]fr-hessen.de

 

 

De Maizière: Aussetzung des Familiennachzugs verlängern

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich in einem Interview mit der Heilbronner Stimme dafür ausgesprochen, den Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus ausgesetzt zu lassen. Dies widerspricht in eklatanter Weise sowohl Artikel 6 des Grundgesetzes als auch dem großen C im Namen der Partei, der Minister de Maizière angehört.

Mit dem Asylpaket II war im März 2016 der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten komplett für zwei Jahre ausgesetzt worden, damals wurde behauptet, es beträfe ja nur eine kleine Gruppe der Flüchtlinge. Kurz darauf änderte das BAMF seine Anerkennungspraxis in Bezug auf Syrien, seitdem bekommen etwa 2/3 der Flüchtlinge aus Syrien nur noch subsidiären Schutz.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hatte im Juni das BAMF verpflichtet, drei Syrern die Flüchtlingseigenschaft statt nur des schlechteren subsidiären Schutzes zu geben, das BAMF bleibt jedoch bei seiner Entscheidungspraxis - kein Wunder, dass die Verwaltungsgerichte heillos überlastet sind.

Pro Asyl hat eine Petition gestartet, in der die sofortige Wiedereinführung des Familiennachzugs auch für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz gefordert wird: Hier kann man unterzeichnen!

Dublin-Abschiebungen nach Ungarn ausgesetzt

Derzeit finden keine Überstellungen im Rahmen des Dublin-Verfahrens nach Ungarn statt. Dies erklärt die Bundesregierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.  
Wörtlich heißt es dazu in der Antwort der Bundesregierung :
"Die Prüfungen der Bundesregierung haben ergeben, dass Überstellungen nach Ungarn nur noch eingeschränkt möglich sind. Übernahmeersuchen gemäß der Dublin III-Verordnung werden auch weiterhin an Ungarn gestellt. Überstellungen werden allerdings nur dann durchgeführt, wenn die ungarischen Behörden (Im Einzelfall)schriftlich zusichern, dass Dublin-Rückkehrer gemäß der Aufnahmerichtlinie 2013/33/EU untergebracht werden und ihre Asylverfahren nach Maßgabe der Asylverfahrensrichtlinie 2013/32/EU durchgeführt werden."

Seit dem 11. April wurden laut Bundesregierung jedoch überhaupt keine Überstellungen nach Ungarn durchgeführt.
Laut Antwort der Bundesregierung auf eine andere Kleine Anfrage gab es allerdings im ersten Halbjahr insgesamt 30 Überstellungen nach Ungarn, diese müssen somit alle vor dem 11. April stattgefunden haben.

 

 

Presseerklärung des hfr zur Wohnsitzauflage

Der Hessische Flüchtlingsrat bedauert, dass auch in Hessen ab September eine verschärfte Form der Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge gelten wird. Per Erlass hat das Hessische Innenministerium gestern eine solche Wohnsitzauflage verhängt. Demnach können die Ausländerbehörden in Zukunft verfügen, dass Flüchtlinge auch nach einer Anerkennung in dem Landkreis wohnen bleiben müssen, es kann auch innerhalb des Kreises ein bestimmter Ort vorgegeben werden. Begründet wird die Wohnsitzauflage v.a. mit der Versorgung mit angemessenem Wohnraum.

„Solange die Flüchtlinge auch nach der Anerkennung in der jeweiligen Gemeinschaftsunterkunft wohnen bleiben müssen, was derzeit vielerorts der Fall ist, kann von einer ‚Versorgung mit angemessenem Wohnraum‘ kaum die Rede sein“ kritisierte Timmo Scherenberg, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates, die geplante Maßnahme.

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Link zum Erlass des Innenministeriums